Warnung vor Mietbetrug: Frau aus Elche verliert 2.000 Euro an gefälschte Website
Der Betrüger lockte sie von einer bekannten Immobilienplattform auf seine eigene Website, besichtigen ging angeblich nicht. So erkennst du die Tricks und mietest sicher.
Wer an der Costa Blanca online eine Mietwohnung sucht, sollte genau hinschauen. Die Guardia Civil hat einen Betrüger identifiziert, der einer Frau aus Elche mit einer gefälschten Vermietungswebsite 2.000 Euro abnahm. Die Masche taucht in ganz Spanien auf, und wer aus der Ferne mietet, ist ein leichtes Ziel.
So ging der Betrüger vor
Es begann harmlos: Die Frau fand eine Wohnung auf einer bekannten Immobilienplattform und schrieb dem angeblichen Eigentümer. Der erzählte, er habe die Anzeige wegen der vielen Anfragen zurückgezogen, und schickte sie auf eine andere Website, um die Miete direkt zu regeln. Da saß die Falle. Der Mann behauptete, im Ausland zu sein, besichtigen ging also leider nicht. Wer die Wohnung sichern wollte, musste erst zahlen. Die Frau überwies 2.000 Euro und hörte nie wieder etwas.
Die Warnsignale im Überblick
Dieser Schwindel folgt einem festen Muster. Sei alarmiert, sobald ein Vermieter dich von der Plattform wegholen will, auf der du die Wohnung gefunden hast, denn genau diese Plattformen prüfen Anzeigen und Zahlungen. Weitere Signale: Der Eigentümer ist zufällig im Ausland, besichtigen geht nicht oder erst nach Zahlung, du musst dich schnell entscheiden, weil es angeblich viele Interessenten gibt, und der Preis liegt deutlich unter vergleichbaren Wohnungen. Jeder Punkt allein ist Grund genug auszusteigen. Zwei oder mehr? Nichts wie weg.
So mietest du sicher
Bleib auf der Plattform, auf der du die Wohnung gefunden hast, und zahle nie per einfacher Überweisung an jemanden, den du nie gesehen hast. Besichtige immer zuerst, oder schick jemanden vor Ort, wenn du selbst noch im Ausland bist: einen Verwalter, einen Makler oder einen Bekannten. Verlang eine Kopie der Eigentumsurkunde und des Energiezertifikats und prüfe, ob der Name zum Vertrag passt. Und bleib realistisch: Die Traumwohnung zum halben Marktpreis gibt es nicht. Du vermietest selbst? Lies auch unseren Ratgeber zu den Vermietungsregeln in Spanien.
Dieselbe Regel gilt überall dort, wo du online etwas kaufst, das du nicht in der Hand hältst. Ein Download-Code, der auf einem Marktplatz zum halben Preis steht, kann aus der falschen Region stammen oder schon eingelöst sein, und dann gibt es kein Geld zurück. Wir haben das in GTA 6 kaufen an der Costa Blanca aufgeschrieben: welche Läden es hier offiziell verkaufen und warum ein Code aus einem Land auf einem Konto aus einem anderen nicht funktioniert.
Die Ermittlung: Operation Flatium
Die Cyber-Einheit der Guardia Civil übernahm den Fall unter dem Namen Operation Flatium. Die Spur führte zu einem Mann aus Vigo im Nordwesten Spaniens. Gegen ihn wird wegen Betrugs und Geldwäsche ermittelt, die Akte liegt inzwischen beim Gericht in Vigo. Selbst betroffen? Erstatte immer Anzeige bei der Guardia Civil oder der Policía Nacional und informiere sofort deine Bank: Je schneller du handelst, desto eher lässt sich eine Zahlung noch stoppen.
Bildnachweise
- Elche: Foto Diego Delso via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
- Apartments: Foto Zarateman via Wikimedia Commons, CC0
- Guardia Civil: Foto Contando Estrelas via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0

LEONIE